Gründung und erste Jahre

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Im Jahre 1256 verdächtigte Herzog Ludwig II, "der Strenge" von Oberbayern seine Frau, Maria von Brabant, fälschlicherweise des Ehebruchs und ließ sie mitsamt vier ihrer Kammerfräulein kurzerhand enthaupten.

Doch die Hinrichtung der unschuldig Verdächtigten bereitete Ludwig alsbald Gewissensbisse. Um sein Seelenheil besorgt, wandte er sich schließlich an Papst Alexander IV. Dieser ließ dem bayerischen Herzog ausrichten, als Buße solle er entweder einen Kreuzzug ins Heilige Land unternehmen oder aber ein Kartäuserkloster für zwölf Mönche errichten.

Der Herzog wählte die weniger lebensbedrohliche Lösung, das Kloster, fand jedoch keine Kartäusermönche dafür, daher holte man Zisterziensermönche, damals neben den Karthäusern der strengste Reformorden der katholischen Kirche.Vom Kloster in Aldersbach kamen 1258 Mönche und gründeten die erste Niederlassung dieses Ordens im Bistum Freising, Vallis salutis, Seldenthal heisst sie in den ältesten erhaltenen Urkunden vom Jahre 1259.

Die Ursprünge der Kirche in Thal gehen allerdings auf eine im Jahr 1258 erfolgte Klostergründung zurück, die vermutlich durch einen Ritter namens Lienhart initiiert wurde.Vermutlich bestand also bereits eine kleine Ordensniederlassung, deren Mittellosigkeit dem Herzog die Möglichkeit gab sein Bußgelübde zu erfüllen.

Die von Herzog Ludwig II. angesiedelten Mönche blieben jedoch nur drei Jahre in Thal, bevor sie aus unbekannten Gründen zuerst in das Ampertal bei Olching übersiedelten, um sich schliesslich1263 am Fusse des Engelsberges bei Bruck unweit der Amper entgültig niederzulassen. Das Kloster aber bekam den Namen Fürstenfeld, da es auf des Fürsten Feld (Grundbesitz) entstanden war.

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